Cashflow berechnen: Cashflow, operativer und Free Cashflow
Geben Sie Jahresüberschuss, Abschreibungen, die Veränderung des Working Capitals und Ihre Investitionen ein und sehen Sie sofort Cashflow, operativen Cashflow und Free Cashflow.
Kurze Antwort
Cashflow (vereinfacht) = Jahresüberschuss + Abschreibungen. Operativer Cashflow = Cashflow − Zunahme des Working Capitals. Free Cashflow = operativer Cashflow − Investitionen. Mit 96.000 € Gewinn, 45.000 € Abschreibungen, 30.000 € mehr Working Capital und 60.000 € Investitionen beträgt der Cashflow 141.000 € und der Free Cashflow 51.000 €.
Cashflow-Rechner
Jahresüberschuss und Abschreibungen aus der GuV. Die Veränderung des Working Capitals und die Investitionen ergeben sich aus zwei Bilanzen.
- Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen)
- 141.000 €
- Operativer Cashflow
- 111.000 €
- Free Cashflow
- 51.000 €
Formeln für den Cashflow
| Kennzahl | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Cashflow (vereinfacht) | Jahresüberschuss + Abschreibungen | 96.000 + 45.000 = 141.000 |
| Operativer Cashflow | Cashflow − Zunahme Working Capital | 141.000 − 30.000 = 111.000 |
| Free Cashflow | operativer Cashflow − Investitionen | 111.000 − 60.000 = 51.000 |
Abschreibungen werden addiert, weil sie Aufwand, aber in diesem Jahr keine Auszahlung sind: Das Geld floss beim Kauf der Maschine ab. Die Zunahme des Working Capitals wird abgezogen, weil Geld in zusätzlichen Forderungen oder Vorräten noch nicht auf dem Konto ist. Ist das Working Capital gesunken, geben Sie eine negative Zahl ein, und der Cashflow steigt.
Das ist die indirekte Methode: Sie starten beim Gewinn und korrigieren alles, was kein Zahlungsstrom ist. Die Kapitalflussrechnung im Jahresabschluss funktioniert genauso, nur detaillierter.
Gewinn ist nicht gleich Liquidität
Ein Unternehmen kann Gewinn machen und trotzdem knapp bei Kasse sein. Im Beispiel beträgt der Gewinn 96.000 €, nach zusätzlichem Working Capital und Investitionen bleiben aber 51.000 € für Tilgung oder Ausschüttung. Wächst ein Unternehmen stark, kann der Free Cashflow negativ sein, während der Gewinn steigt.
Wie viel Geld im Working Capital gebunden wird, berechnen Sie mit dem Working-Capital-Rechner. Ob Sie die Rechnungen der nächsten Wochen bezahlen können, zeigt eine Liquiditätsplanung: Sie blickt nach vorn, dieser Rechner zurück.
Rechenbeispiel
Dasselbe fiktive Unternehmen wie im EBITDA-Rechner. Der Rechner startet mit diesen Beträgen.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 96.000 € |
| Abschreibungen | + 45.000 € |
| Cashflow | 141.000 € |
| Zunahme Forderungen und Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten | − 30.000 € |
| Operativer Cashflow | 111.000 € |
| Investition in Transporter und Werkzeug | − 60.000 € |
| Free Cashflow | 51.000 € |
Muss das Unternehmen 40.000 € im Jahr tilgen, bleiben 11.000 € übrig. Eine Ausschüttung von 50.000 € würde den Kontostand also senken, obwohl der Gewinn fast doppelt so hoch ist.
Cashflow aus der Buchhaltung holen
Jahresüberschuss und Abschreibungen stehen in der GuV. Für die Veränderung des Working Capitals vergleichen Sie Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten zu zwei Bilanzstichtagen; die Investitionen ergeben sich aus der Zunahme des Anlagevermögens plus Abschreibungen. Verbinden Sie Ihre Buchhaltung mit DigiData, und das Finanz-Dashboard stellt Gewinn, Kontostand und Working Capital je Monat nebeneinander.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Cashflow und operativem Cashflow?
Mit Cashflow ist oft die vereinfachte Formel gemeint: Jahresüberschuss plus Abschreibungen. Der operative Cashflow ist das Geld, das tatsächlich aus dem laufenden Geschäft zufloss, also nach der Veränderung des Working Capitals.
Was ist ein guter Free Cashflow?
Einer, der die Tilgungen deckt und Spielraum für Rückschläge lässt. Negativ ist nicht immer schlecht: In einem Jahr mit großer Investition oder starkem Wachstum ist das normal. Über mehrere Jahre sollte er positiv sein.
Ist der Cashflow dasselbe wie das EBITDA?
Nein. EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Cashflow startet beim Jahresüberschuss, also nach Zinsen und Steuern, und addiert die Abschreibungen. Das EBITDA ist daher meist höher.
Warum werden Abschreibungen addiert?
Weil Abschreibungen Aufwand ohne Auszahlung sind. Das Geld für die Maschine floss beim Kauf ab. Die Abschreibung verteilt die Kosten über die Jahre, in diesem Jahr verlässt dafür aber kein Geld das Konto.
Gewinn, Kontostand und Working Capital in einer Übersicht
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