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EBITDA berechnen: Formel, Rechenbeispiel und EBITDA-Marge

Geben Sie Umsatz, Jahresüberschuss, Steuern, Zinsen und Abschreibungen ein und sehen Sie sofort EBIT, EBITDA und EBITDA-Marge.

Kurze Antwort

EBITDA = Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsaufwand + Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Mit 96.000 € Jahresüberschuss, 24.000 € Steuern, 15.000 € Zinsen und 45.000 € Abschreibungen beträgt das EBITDA 180.000 €. Bei 1,2 Mio. € Umsatz ist die EBITDA-Marge 15 %.

EBITDA-Rechner

Alle Beträge stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung desselben Jahres.

EBIT (operatives Ergebnis)
135.000 €
EBITDA-Marge
15,0 %
EBITDA
180.000 €

Formeln für EBITDA und EBIT

KennzahlFormel
EBIT (operatives Ergebnis)Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsaufwand
EBITDAEBIT + Abschreibungen auf Sachanlagen + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
EBITDA ab UmsatzUmsatz − Materialaufwand − Personalaufwand − sonstige betriebliche Aufwendungen
EBITDA-MargeEBITDA ÷ Umsatz × 100 %

Die Abkürzung steht für earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. „Depreciation“ meint Abschreibungen auf Sachanlagen wie Fahrzeuge, Maschinen und Gebäude, „amortization“ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte wie Firmenwert und Software. Zu den Steuern vom Einkommen und Ertrag zählen bei einer GmbH Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Beide Wege führen zum selben Ergebnis. Von unten (ab Jahresüberschuss) ist es mit einem Jahresabschluss am einfachsten, von oben (ab Umsatz) praktischer für Monats- oder Standortauswertungen.

Rechenbeispiel

Eine fiktive Installations-GmbH hat in diesem Jahr diese Gewinn- und Verlustrechnung.

PostenBetrag
Umsatzerlöse1.200.000 €
Jahresüberschuss96.000 €
+ Steuern vom Einkommen und Ertrag24.000 €
+ Zinsaufwand15.000 €
= EBIT135.000 €
+ Abschreibungen auf Fahrzeuge und Werkzeuge40.000 €
+ Abschreibungen auf Software5.000 €
= EBITDA180.000 €
EBITDA-Marge180.000 ÷ 1.200.000 = 15 %

Wofür das EBITDA genutzt wird

Unternehmen vergleichen. Das EBITDA blendet Unterschiede in Finanzierung, Steuern und Abschreibungspolitik aus. Zwei Installationsbetriebe mit gleichem EBITDA arbeiten operativ gleich gut, auch wenn einer seine Fahrzeuge least und der andere sie kauft.

Unternehmen bewerten. Bei Unternehmensverkäufen im Mittelstand wird der Wert oft als Vielfaches des EBITDA ausgedrückt. Welches Vielfache passt, hängt von Branche, Wachstum, Abhängigkeit vom Inhaber und der Qualität der Zahlen ab.

Finanzierung. Banken betrachten das Verhältnis von Schulden zu EBITDA; Kreditverträge enthalten dafür manchmal eine Obergrenze (Covenant).

Das EBITDA ist kein Cashflow. Investitionen, Tilgungen, Steuern und ein wachsendes Working Capital kosten Geld. Ein Unternehmen mit gutem EBITDA kann also knapp bei Kasse sein; prüfen Sie deshalb auch die Liquiditätsgrade.

Das EBITDA aus der Buchhaltung

Sie brauchen die Gewinn- und Verlustrechnung. Nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 HGB) stehen die Abschreibungen, der Zinsaufwand und die Steuern vom Einkommen und Ertrag als eigene Posten in der GuV. Nehmen Sie alle Werte für denselben Zeitraum.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen EBIT und EBITDA?

Das EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, aber nach Abschreibungen. Das EBITDA rechnet die Abschreibungen wieder hinzu. Bei einem Unternehmen mit vielen Maschinen oder Fahrzeugen liegt das EBITDA daher deutlich über dem EBIT.

Was ist eine gute EBITDA-Marge?

Das unterscheidet sich stark nach Branche. Ein Großhändler arbeitet mit niedrigen Margen, ein Softwareunternehmen mit hohen. Vergleichen Sie Ihre EBITDA-Marge mit Ihren Vorjahren und mit ähnlich großen Betrieben derselben Branche.

Kann das EBITDA negativ sein?

Ja. Dann übersteigen die operativen Kosten ohne Abschreibungen den Umsatz: Das Unternehmen verliert schon im Tagesgeschäft Geld, bevor Zinsen und Investitionen bezahlt sind.

Zählt das Gehalt des Geschäftsführers mit?

Ja, das Geschäftsführergehalt ist Personalaufwand und senkt das EBITDA. Beim Unternehmensverkauf wird oft ein bereinigtes EBITDA berechnet, das ein ungewöhnlich hohes oder niedriges Gesellschafter-Geschäftsführergehalt durch ein marktübliches ersetzt.

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