Break-even-Point berechnen: Menge, Umsatz und Sicherheitsabstand
Geben Sie Fixkosten, Verkaufspreis, variable Kosten und erwartete Absatzmenge ein und sehen Sie sofort, wie viel Sie verkaufen müssen, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
Kurze Antwort
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Kosten pro Stück). Break-even-Umsatz = Break-even-Menge × Verkaufspreis. Mit 240.000 € Fixkosten, 150 € Verkaufspreis und 90 € variablen Kosten pro Stück beträgt der Deckungsbeitrag 60 € pro Stück. Die Gewinnschwelle liegt bei 4.000 Stück oder 600.000 € Umsatz.
Break-even-Rechner
Nettobeträge. Bei vielen verschiedenen Produkten mit einem durchschnittlichen Preis und durchschnittlichen variablen Kosten rechnen.
- Deckungsbeitrag pro Stück
- 60,00 €
- Break-even-Umsatz
- 600.000 €
- Sicherheitsabstand
- 20,0 %
- Gewinn bei erwartetem Absatz
- 60.000 €
- Break-even-Menge
- 4.000 Stück
Formeln für den Break-even-Point
| Was Sie wissen möchten | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Stückdeckungsbeitrag | Verkaufspreis − variable Kosten pro Stück | 150 − 90 = 60 |
| Break-even-Menge | Fixkosten ÷ Stückdeckungsbeitrag | 240.000 ÷ 60 = 4.000 Stück |
| Break-even-Umsatz | Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote | 240.000 ÷ 40 % = 600.000 |
| Sicherheitsabstand | (erwarteter Absatz − Break-even-Menge) ÷ erwarteter Absatz | (5.000 − 4.000) ÷ 5.000 = 20 % |
| Menge für ein Gewinnziel | (Fixkosten + Zielgewinn) ÷ Stückdeckungsbeitrag | (240.000 + 60.000) ÷ 60 = 5.000 |
Variable Kosten steigen mit jeder verkauften Einheit: Wareneinsatz, Material, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren. Fixkosten bleiben innerhalb eines Jahres gleich, egal wie viel Sie verkaufen: Miete, Gehälter, Versicherungen, Software, Abschreibungen. Sind Sie bei einem Posten unsicher, behandeln Sie ihn als fix. Dann liegt die Gewinnschwelle eher zu hoch als zu niedrig.
Break-even für Dienstleister
Verkaufen Sie Stunden statt Produkte, rechnen Sie mit einer Stunde als Einheit. Der Preis ist Ihr Stundensatz, variable Kosten sind, was eine zusätzliche Stunde kostet, etwa ein Freelancer. Gehälter fest angestellter Mitarbeiter sind Fixkosten.
Ein Büro mit 900.000 € Fixkosten im Jahr einschließlich Gehältern und einem durchschnittlichen Stundensatz von 100 € ohne variable Kosten muss 9.000 Stunden abrechnen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Bei zehn Beratern sind das 900 Stunden pro Person. Ob das realistisch ist, zeigt der Auslastungsrechner.
Rechenbeispiel: ein Produkt mit 60 € Deckungsbeitrag
Ein fiktiver Hersteller verkauft ein Produkt. Der Rechner oben startet mit diesen Beträgen.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Fixkosten pro Jahr | 240.000 € |
| Verkaufspreis pro Stück | 150 € |
| Variable Kosten pro Stück | 90 € |
| Stückdeckungsbeitrag | 60 € (40 %) |
| Break-even-Menge | 4.000 Stück |
| Break-even-Umsatz | 600.000 € |
| Erwarteter Absatz | 5.000 Stück |
| Gewinn bei erwartetem Absatz | 60.000 € |
| Sicherheitsabstand | 20 % |
Eine Preiserhöhung um 10 € hebt den Deckungsbeitrag auf 70 € pro Stück. Die Gewinnschwelle sinkt auf 3.429 Stück, und der Absatz darf auf 4.286 Stück fallen, ohne dass der Gewinn unter den heutigen sinkt. So sehen Sie schnell, was ein Rabatt oder eine Preiserhöhung bedeutet.
Grenzen der Break-even-Analyse
- Mehrere Produkte. Bei einem Produktmix rechnen Sie mit einem gewichteten durchschnittlichen Deckungsbeitrag. Verschiebt sich der Mix, verschiebt sich die Gewinnschwelle.
- Fixkosten sind nicht immer fix. Ab einer bestimmten Menge brauchen Sie eine weitere Maschine oder Person.
- Gewinn ist keine Liquidität. Auch über der Gewinnschwelle kann das Geld knapp werden, wenn Kunden spät zahlen. Prüfen Sie dafür Ihr Working Capital.
Zahlen aus der Buchhaltung holen
Die Buchhaltung kennzeichnet Kosten nicht als fix oder variabel. Sie ordnen die Aufwandskonten selbst zu: Wareneinsatz und Material sind meist variabel, Personal, Miete und Abschreibungen fix. Für den Deckungsbeitrag je Produkt oder Kunde nutzen Sie den Deckungsbeitragsrechner. Verbinden Sie Ihre Buchhaltung mit DigiData, legen Sie die Zuordnung einmal fest, und das Finanz-Dashboard zeigt jeden Monat, wie weit Sie über oder unter der Gewinnschwelle liegen.
Häufige Fragen
Was ist der Break-even-Point?
Die Gewinnschwelle: der Punkt, an dem der Umsatz Fixkosten und variable Kosten genau deckt. Es entsteht weder Gewinn noch Verlust. Jede darüber verkaufte Einheit trägt ihren vollen Deckungsbeitrag zum Gewinn bei.
Was ist der Unterschied zwischen Break-even-Menge und Break-even-Umsatz?
Die Menge ist die Zahl der Stücke oder Stunden, die Sie verkaufen müssen, der Umsatz derselbe Punkt in Euro. Bei einem Produkt ist der Umsatz Menge mal Preis. Bei vielen Produkten rechnen Sie direkt mit dem Umsatz: Fixkosten geteilt durch die Deckungsbeitragsquote.
Rechne ich mit oder ohne Umsatzsteuer?
Ohne. Die Umsatzsteuer ist für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen weder Umsatz noch Kosten. Setzen Sie Preise und Kosten netto an.
Wie berechne ich die Menge für einen Zielgewinn?
Addieren Sie den Zielgewinn zu den Fixkosten und teilen Sie durch den Stückdeckungsbeitrag. Für 60.000 € Gewinn im Beispiel sind das (240.000 + 60.000) ÷ 60 = 5.000 Stück.
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