Deckungsbeitrag berechnen: Stückdeckungsbeitrag, DB-Quote und DB I bis III
Geben Sie Umsatz, variable Kosten, Fixkosten und Absatzmenge ein und sehen Sie sofort den Deckungsbeitrag gesamt, pro Stück und in Prozent vom Umsatz sowie das Betriebsergebnis.
Kurze Antwort
Deckungsbeitrag = Umsatzerlöse − variable Kosten. Stückdeckungsbeitrag = Verkaufspreis − variable Kosten pro Stück. Bei 750.000 € Umsatz und 450.000 € variablen Kosten beträgt der Deckungsbeitrag 300.000 €: 40 % vom Umsatz oder 60 € pro Stück bei 5.000 Stück. Nach 240.000 € Fixkosten bleiben 60.000 € Betriebsergebnis.
Deckungsbeitragsrechner
Nettobeträge im selben Zeitraum. Variable Kosten steigen mit der Absatzmenge, Fixkosten nicht.
- Stückdeckungsbeitrag
- 60,00 €
- Deckungsbeitragsquote
- 40,0 %
- Betriebsergebnis
- 60.000 €
- Deckungsbeitrag gesamt
- 300.000 €
Formeln für den Deckungsbeitrag
| Kennzahl | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag gesamt | Umsatzerlöse − variable Kosten | 750.000 − 450.000 = 300.000 |
| Stückdeckungsbeitrag | Verkaufspreis − variable Stückkosten | 150 − 90 = 60 |
| Deckungsbeitragsquote | Deckungsbeitrag ÷ Umsatz × 100 % | 300.000 ÷ 750.000 = 40 % |
| Betriebsergebnis | Deckungsbeitrag − Fixkosten | 300.000 − 240.000 = 60.000 |
Der Name sagt es: Dieser Betrag trägt zur Deckung der Fixkosten bei. Erst wenn sie gedeckt sind, entsteht Gewinn. Deshalb ist der Deckungsbeitrag auch die Grundlage für den Break-even-Point.
Der Deckungsbeitrag ähnelt dem Rohertrag aus dem Margenrechner, ist aber nicht dasselbe: Der Rohertrag zieht nur den Wareneinsatz ab, der Deckungsbeitrag alle Kosten, die sich mit der Menge ändern, also auch Versand, Zahlungsgebühren und Provisionen.
Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung: DB I, II und III
In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung ziehen Sie die Fixkosten schrittweise ab, je nachdem, wem sie direkt zuzuordnen sind.
| Stufe | Berechnung |
|---|---|
| DB I | Umsatzerlöse − variable Kosten |
| DB II | DB I − Produktfixkosten, z. B. Maschine oder Produktmanager |
| DB III | DB II − Fixkosten der Produktgruppe oder Sparte |
| Betriebsergebnis | Summe DB III − Unternehmensfixkosten wie Verwaltung und Geschäftsführung |
So sehen Sie auf jeder Stufe, ob ein Produkt oder eine Sparte die eigenen Kosten trägt, bevor die allgemeinen Kosten verteilt werden.
Deckungsbeitrag je Produkt: Rechenbeispiel
| Produkt | Umsatz | Variable Kosten | Deckungsbeitrag | DB-Quote |
|---|---|---|---|---|
| A | 400.000 € | 220.000 € | 180.000 € | 45 % |
| B | 250.000 € | 160.000 € | 90.000 € | 36 % |
| C | 100.000 € | 70.000 € | 30.000 € | 30 % |
| Gesamt | 750.000 € | 450.000 € | 300.000 € | 40 % |
Produkt C hat den niedrigsten Deckungsbeitrag, trägt aber immer noch 30.000 € bei. Streichen Sie es, ohne dass Fixkosten wegfallen, sinkt das Ergebnis um 30.000 €. Entscheiden Sie deshalb auf Basis des Deckungsbeitrags und nicht eines Gewinns je Produkt, in den Fixkosten umgelegt wurden.
Deckungsbeitrag verbessern
- Preise je Produkt prüfen. Eine kleine Preiserhöhung bei einem Produkt mit niedrigem Deckungsbeitrag wirkt relativ stark.
- Variable Kosten senken. Einkaufskonditionen, Verpackung und Versandkosten je Auftrag.
- Den Mix steuern. Zeigen Sie dem Vertrieb den Deckungsbeitrag je Produkt, nicht nur den Umsatz.
- Rabatte durchrechnen. 10 % Rabatt bei 40 % DB-Quote kosten ein Viertel des Deckungsbeitrags. Sie müssen dann ein Drittel mehr verkaufen, um gleich viel übrig zu behalten.
Deckungsbeitrag aus der Buchhaltung holen
Umsatz und Wareneinsatz je Produkt kommen aus Buchhaltung oder Warenwirtschaft, weitere variable Kosten oft von eigenen Aufwandskonten. Legen Sie einmal fest, welche Kosten variabel sind. Mit DigiData verbinden Sie zum Beispiel Exact Online oder Xero mit Shop oder CRM, und das Finanz-Dashboard zeigt den Deckungsbeitrag je Produkt, Kunde und Monat.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Rohertrag?
Der Rohertrag ist Umsatz minus Wareneinsatz. Der Deckungsbeitrag zieht alle variablen Kosten ab, also auch Versand, Zahlungsgebühren und Provisionen. Im Handel liegen beide nah beieinander, bei Herstellern und Onlineshops kann der Unterschied groß sein.
Was ist ein guter Deckungsbeitrag?
Einer, der die Fixkosten bei realistischem Absatz deutlich deckt. Die DB-Quote unterscheidet sich stark nach Branche: Großhandel oft 15 bis 25 %, Software und Beratung 70 % oder mehr. Vergleichen Sie jedes Produkt mit Ihrem eigenen Durchschnitt.
Sind Personalkosten variabel oder fix?
Festangestellte sind meist Fixkosten: Die Kosten ändern sich nicht, wenn Sie diesen Monat mehr verkaufen. Leiharbeit, Aushilfen und stundenweise eingekaufte Leistungen sind variabel.
Kann der Deckungsbeitrag negativ sein?
Ja, wenn der Verkaufspreis unter den variablen Kosten liegt. Jeder zusätzliche Verkauf kostet dann Geld. Das passiert vor allem bei hohen Rabatten oder Produkten mit hohen Versandkosten.
Deckungsbeitrag je Produkt und Kunde, täglich aktuell
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