Marge berechnen: Marge, Aufschlag und Verkaufspreis
Geben Sie Ihre Kosten ein und wählen Sie, ob Sie den Verkaufspreis schon kennen oder eine Zielmarge erreichen möchten. Sie sehen sofort Marge, Aufschlag und den Bruttopreis.
Kurze Antwort
Marge = (Verkaufspreis − Selbstkosten) ÷ Verkaufspreis × 100 %. Aufschlag = (Verkaufspreis − Selbstkosten) ÷ Selbstkosten × 100 %. Kostet etwas 70 € und verkaufen Sie es für 100 € netto, beträgt die Marge 30 % und der Aufschlag 42,9 %. Rechnen Sie immer mit Nettobeträgen ohne Umsatzsteuer.
Rechner für Marge und Aufschlag
Geben Sie Beträge ohne Umsatzsteuer ein.
- Selbstkosten
- 7.000,00 €
- Verkaufspreis netto
- 8.750,00 €
- Verkaufspreis brutto
- 10.412,50 €
- Rohertrag
- 1.750,00 €
- Marge
- 20,0 %
- Aufschlag
- 25,0 %
Formeln für Marge, Aufschlag und Verkaufspreis
| Was Sie wissen möchten | Formel |
|---|---|
| Rohertrag | Verkaufspreis − Selbstkosten |
| Marge (Handelsspanne) | Rohertrag ÷ Verkaufspreis × 100 % |
| Aufschlag (Kalkulationsaufschlag) | Rohertrag ÷ Selbstkosten × 100 % |
| Verkaufspreis für eine Zielmarge | Selbstkosten ÷ (1 − Marge) |
| Verkaufspreis für einen Zielaufschlag | Selbstkosten × (1 + Aufschlag) |
Marge und Aufschlag beschreiben denselben Rohertrag, teilen ihn aber durch etwas anderes. Die Marge setzt den Gewinn ins Verhältnis zum Verkaufspreis, der Aufschlag zu den Selbstkosten. Deshalb ist der Aufschlag bei Gewinn immer höher als die Marge.
Marge und Aufschlag sind nicht dasselbe
Der teuerste Fehler im Angebot: 25 % aufschlagen und glauben, man verdiene 25 % Marge. Die Marge beträgt dann 20 %. Bei 500.000 € Jahresumsatz fehlen damit 25.000 € Rohertrag gegenüber der Erwartung.
| Aufschlag | Marge |
|---|---|
| 10 % | 9,1 % |
| 25 % | 20 % |
| 33,3 % | 25 % |
| 50 % | 33,3 % |
| 100 % | 50 % |
Rechenbeispiel: Angebot für einen Installationsauftrag
Ein Installationsbetrieb kalkuliert einen Auftrag mit 40 Stunden. Das Beispiel ist fiktiv; der Rechner oben startet mit diesen Beträgen.
| Posten | Betrag netto |
|---|---|
| Wareneinsatz und Material | 4.000,00 € |
| Arbeit: 40 Stunden × 48 € Selbstkosten je Stunde | 1.920,00 € |
| Fremdleistungen | 1.080,00 € |
| Selbstkosten | 7.000,00 € |
| Verkaufspreis mit 25 % Aufschlag | 8.750,00 € |
| Rohertrag | 1.750,00 € |
| Marge | 20 % |
| Verkaufspreis inkl. 19 % USt. | 10.412,50 € |
Soll wirklich eine Marge von 25 % herauskommen, wird der Verkaufspreis 7.000 € ÷ 0,75 = 9.333,33 € netto. Das entspricht einem Aufschlag von 33,3 %.
Achten Sie auf die Arbeitskosten: Rechnen Sie mit den Selbstkosten je Stunde (Lohn, Lohnnebenkosten und nicht abrechenbare Zeit), nicht mit Ihrem Verkaufsstundensatz. Sonst zählen Sie den Gewinn doppelt. Mehr dazu in Nachkalkulation automatisieren.
Bruttomarge, Nettomarge und Gewinnmarge
Die Bruttomarge ist Umsatz minus Wareneinsatz, geteilt durch den Umsatz. Das berechnet der Rechner. Die Nettomarge (Umsatzrendite) ist der Gewinn geteilt durch den Umsatz: was bleibt, nachdem auch Personal, Miete, Abschreibungen, Zinsen und Steuern bezahlt sind. Mit Gewinnmarge ist mal das eine, mal das andere gemeint. Sagen Sie also dazu, welche Sie meinen.
Welche Kosten gehören in die Selbstkosten? Alles, was Sie einem Verkauf oder Projekt direkt zurechnen können: Wareneinsatz, Material, Stunden zu Selbstkosten, Fremdleistungen und Fracht. Miete, Bürokosten und Marketing gehören nicht dazu; sie drücken die Nettomarge.
Die Marge aus der Buchhaltung ablesen
Für das ganze Unternehmen nehmen Sie die Gewinn- und Verlustrechnung: (Umsatzerlöse − Wareneinsatz) ÷ Umsatzerlöse für denselben Zeitraum. Im SKR03 stehen die Erlöse in Kontenklasse 8 und der Wareneinsatz in Klasse 3, im SKR04 die Erlöse in Klasse 4 und der Wareneinsatz in Klasse 5. Prüfen Sie, wie Ihr eigener Kontenrahmen aufgebaut ist.
Die Marge je Kunde, Produkt oder Projekt braucht mehr: Kostenstellen, Projekte oder Artikel in der Buchhaltung und oft Stunden aus einem anderen System. Mit DigiData verbinden Sie zum Beispiel Exact Online mit Ihren anderen Systemen, und das Finanz-Dashboard berechnet Ihre Marge täglich neu. Wie Sie die Projektmarge während der Ausführung im Blick behalten, lesen Sie in Projektcontrolling mit KI.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Marge?
Dafür gibt es keinen festen Wert. Ein Großhändler arbeitet mit niedrigen Margen und viel Umsatz, ein Beratungsunternehmen mit hohen Margen und wenig Wareneinsatz. Vergleichen Sie Ihre Marge mit Ihren eigenen Vorjahreszahlen und mit Betrieben derselben Branche, und schauen Sie je Produkt, Kunde oder Projekt, wo die Marge zurückbleibt.
Wie rechne ich Aufschlag in Marge um?
Marge = Aufschlag ÷ (1 + Aufschlag). Ein Aufschlag von 25 % ergibt also 0,25 ÷ 1,25 = 20 % Marge. Umgekehrt gilt: Aufschlag = Marge ÷ (1 − Marge). Für 20 % Marge brauchen Sie 0,20 ÷ 0,80 = 25 % Aufschlag.
Rechne ich die Marge mit oder ohne Umsatzsteuer?
Ohne. Die Umsatzsteuer führen Sie an das Finanzamt ab, sie ist kein Umsatz. Haben Sie nur einen Bruttopreis, teilen Sie ihn zuerst durch 1,19 beim Regelsteuersatz oder durch 1,07 beim ermäßigten Satz.
Ist Marge dasselbe wie Gewinn?
Nein. Die Marge ist der Rohertrag in Prozent des Verkaufspreises, vor Fixkosten wie Miete, Verwaltung und Marketing. Der Gewinn ist, was nach diesen Kosten übrig bleibt.
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