Krankenquote berechnen: Krankenstand, Fehlzeiten und Fluktuationsrate
Geben Sie Krankheitstage, Personalbestand, Krankmeldungen und Austritte ein und sehen Sie sofort Krankenquote, Krankmeldungen je Mitarbeiter, durchschnittliche Dauer und Fluktuationsrate.
Kurze Antwort
Krankenquote = Krankheitstage ÷ (durchschnittlicher Personalbestand × Soll-Arbeitstage) × 100 %. Ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern und 550 Krankheitstagen bei 220 Arbeitstagen hat eine Krankenquote von 550 ÷ (50 × 220) = 5,0 %. Mit 6 Austritten liegt die Fluktuationsrate bei 6 ÷ 50 = 12,0 %.
Rechner für Krankenquote und Fluktuation
Krankheitstage und Tage im Zeitraum auf derselben Basis zählen, meist Arbeitstage. Bei Teilzeit mit Vollzeitäquivalenten rechnen.
- Krankmeldungen je Mitarbeiter
- 0,90
- Durchschnittliche Dauer
- 12,2 Tage
- Fluktuationsrate
- 12,0 %
- Krankenquote
- 5,0 %
Formeln für Krankenquote und Fluktuation
| Kennzahl | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Krankenquote | Krankheitstage ÷ (Personalbestand × Soll-Arbeitstage) × 100 % | 550 ÷ (50 × 220) = 5,0 % |
| Krankmeldungen je Mitarbeiter | Anzahl Krankmeldungen ÷ durchschnittlicher Personalbestand | 45 ÷ 50 = 0,9 |
| Durchschnittliche Dauer | Krankheitstage ÷ Anzahl Krankmeldungen | 550 ÷ 45 = 12,2 Tage |
| Fluktuationsrate | Austritte ÷ durchschnittlicher Personalbestand × 100 % | 6 ÷ 50 = 12,0 % |
In Deutschland wird die Krankenquote meist auf Arbeitstage bezogen, also ohne Wochenenden und Feiertage. Zählen Sie Krankheitstage und Soll-Arbeitstage auf derselben Basis. Bei vielen Teilzeitkräften rechnen Sie in Vollzeitäquivalenten.
Für die Fluktuationsrate gibt es mehrere Formeln. Die einfache Variante teilt alle Austritte durch den durchschnittlichen Personalbestand. Die BDA-Formel zählt nur Austritte, die das Unternehmen nicht selbst geplant hat, etwa ohne Renteneintritte. Legen Sie fest, welche Variante Sie berichten.
Wie Sie die Zahlen lesen
| Muster | Was es oft bedeutet |
|---|---|
| Hohe Krankenquote, wenige Krankmeldungen | Einige Langzeiterkrankungen. Wiedereingliederung je Person in den Blick nehmen |
| Viele Krankmeldungen, kurze Dauer | Viele Kurzzeiterkrankungen. Oft ein Signal zu Arbeitsbelastung oder Bindung |
| Hohe Fluktuation | Wissen und Recruitingkosten gehen verloren. Wann gehen Mitarbeiter: im ersten Jahr oder später? |
Branchendurchschnitte veröffentlichen die Krankenkassen und das Statistische Bundesamt. Vergleichen Sie vor allem je Team und Quartal mit Ihren eigenen Vorjahreswerten.
Rechenbeispiel: ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern
Ein fiktives Unternehmen mit durchschnittlich 50 Mitarbeitern über ein Jahr. Der Rechner startet mit diesen Werten.
| Posten | Wert |
|---|---|
| Krankheitstage | 550 |
| Durchschnittlicher Personalbestand | 50 |
| Soll-Arbeitstage | 220 |
| Krankmeldungen | 45 |
| Austritte | 6 |
| Krankenquote | 5,0 % |
| Krankmeldungen je Mitarbeiter | 0,9 |
| Durchschnittliche Dauer | 12,2 Tage |
| Fluktuationsrate | 12,0 % |
Ein Mitarbeiter, der ein halbes Jahr krank ist, steht schon für 110 der 550 Tage. Ohne ihn läge die Krankenquote bei 4,0 %. Ein Durchschnitt verdeckt das; deshalb gehört eine Liste der laufenden Langzeitfälle daneben.
Zahlen aus dem HR-System holen
Krankmeldungen, Krankheitstage und Austritte stehen in Ihrem HR- oder Lohnsystem, etwa Nmbrs. Verbinden Sie es mit DigiData, und das HR-Dashboard zeigt Krankenquote, Krankmeldungen, Fluktuation und Vollzeitäquivalente je Abteilung und Monat. Zusammen mit der Zeiterfassung sehen Sie auch die Auslastung je Team.
Häufige Fragen
Rechne ich mit Arbeitstagen oder Kalendertagen?
In Deutschland üblicherweise mit Arbeitstagen. Wichtig ist nur, dass Krankheitstage und Tage im Zeitraum auf derselben Basis gezählt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Krankenquote und Krankenstand?
Beide Begriffe werden meist gleich verwendet: der Anteil der Soll-Arbeitszeit, der durch Krankheit ausfällt. Die Krankenkassen berichten den Krankenstand oft auf Kalendertage bezogen; vergleichen Sie daher nur Werte mit derselben Basis.
Zählen Teilzeitkräfte mit?
Ja, anteilig. Rechnen Sie mit Vollzeitäquivalenten statt Köpfen und zählen Sie Krankheitstage nach dem Vertrag der Person. Sonst wirkt die Quote in Teams mit vielen Teilzeitkräften höher als sie ist.
Welche Fluktuationsrate ist normal?
Das hängt von Branche und Arbeitsmarkt ab; 10 bis 15 % pro Jahr sind häufig. Achten Sie besonders auf ungewollte Fluktuation: Mitarbeiter, die selbst kündigen, und wie viele davon im ersten Jahr.
Krankenquote und Fluktuation je Abteilung, monatlich aktuell
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